Fr. 12.1.: Anarchistisches Café: TAILS- und USB-Stick-Verschlüsselungsworkshop

Anarchistisches Café: TAILS- und USB-Stick-Verschlüsselungsworkshop

(english summary below)

Tails (The Amnesic Incognito Live System) ist ein sogenanntes Live-System, das heute zu den besten und relativ einfachsten Möglichkeiten zählt, um am PC Zeug zu machen, ohne Spuren zu hinterlassen.
Darunter: Verschlüsselung, anonymes surfen, Metadaten entfernen, aber auch Bildbearbeitung etc.
Um Tails zu nutzen, musst du dein „normales“ Betriebssystem nicht auf Linux umstellen und hast trotzdem ein super Werkzeug zur Verfügung, das du auf jedem PC einfach anstarten kannst. Das einzige, was du benötigst, ist ein Tails-USB-Stick oder eine Tails Live-Disk (DVD). Also auch ideal, wenn du mit wenig Gewicht (ein USB-Stick reicht) reisen magst und trotzdem deine verschlüsselten Mails checken willst.
Tails ist außerdem so konzipiert, dass auch nicht ultra-securtiy-affine Computer-Profis das System relativ einfach verstehen und nutzen können.
Unter anderem dadurch, dass Tails nur auf dem RAM-Speicher läuft, haben es auch Staatstrojaner und Co. schwer.
Die Idee ist, Tails gemeinsam zu installieren (bringt einen leeren USB-Stick oder eine leere DVD mit, wenn ihr Tails wollt!) und die wichtigsten Funktionen zu erklären.

Für alle, die keine Zeit haben zu kommen, aber interessiert sind gibt es hier eine Broschüre, die Tails super erklärt:
https://capulcu.blackblogs.org

Der Workshop beginnt um 20:00.

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TAILS- and USB-Stick encryption workshop (Luks-Linux, VeraCrypt-Windows/Mac)

Tails is a so-called live-system, that today counts to the best and easiest ways to do stuff secure on your computer.
In our workshop we will install Tails together (bring an empty usb-stick or an empty DVD if you want to install tails!) and explain the most important features.

Link:
https://tails.boum.org/

When: Fr., 12.1. from 18:15 to 23:00; the workshop begins at about 20:00

Anarchistisches Café am So., 07.01.

(english below)

Diesmal wird es kein Programm, dafür umso mehr Raum und Zeit fürs Plaudern, Austauschen, Lesen, Tee- oder Kaffeetrinken geben. Wie üblich kochen wir ab 18:15 zuerst gemeinsam.

Falls wir Lust haben, gibt es einen Film über Rojava, den wir gemeinsam anschaun können

Wir freuen uns über euer Kommen!

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This time there will be no event, but hence more time and space for chatting, reading, exchange and drinking tea or coffee. Usually we start with cooking together at 18:15. If we are up to it, there is a film about Rojava that we could watch together.

We are looking forward to seeing you!

A-Café So, 17.12.:Frauen**bild der Rechten

Diesmal wollen wir uns damit auseinandersetzen, welches Bild die (neuen) Rechten von Menschen haben, die sie als „Frauen“ ansehen und wie sie Frauen** inszenieren und ansprechen wollen.

Um das anschaulicher zu machen, möchten wir zuerst eine kurze, einführende Doku über die Inszenierung von Frauen** durch die Rechten zeigen.

Dann wird’s ekelig: Falls wir unseren Brechreiz bzw. unsere Wut lang genug unterdrücken können, wollen wir versuchen, gemeinsam ein Video von den Neurechten selbst zu deren Frauen**bild anzuschauen und zu besprechen.

…um uns „first-hand“ deutlicher zu machen, mit wem wir es zu tun haben.

Außerdem werden wir die Broschüre der fida „Geschlechterbilder und Antifeminismus von rechts“ (auch zu finden auf: fida-blog.info) auslegen, die wir als Alternative für die Brechreiz-session gemeinsam lesen und diskutieren können.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

**die Rechten meinen cis-Frauen, die einem heteronormativen Bild entsprechen

Anarchistisches Café am Fr., 08.12.

(english below)

Diesmal wird es kein Programm, dafür umso mehr Raum und Zeit fürs Plaudern, Austauschen, Lesen, Tee- oder Kaffeetrinken geben.

Wir freuen uns über euer Kommen!

Wann: offen ab 18:30-22:30

 

……………………………………………….

This time there will be no event, but hence more time and space for chatting, reading, exchange and drinking tea or coffee.

We are looking forward to seeing you!

When: Open from 18:30-22:30

 

So, 3.12. E-Mail Verschlüsselungs Workshop

Bei der letzten Veranstaltung zum Thema „Kommunikation“ beschäftigen wir uns mit sicherer E-Mail-Kommunikation mittels PGP-Verschlüsselung. (https://de.wikipedia.org/wiki/Pretty_Good_Privacy)
mehr hier…

At the last time we’re talking about the subject of „communication“ for now, we will get into E-Mail communication via PGP-Encryption. (https://en.wikipedia.org/wiki/Pretty_Good_Privacy)
more here…

Anarchistisches Café am Fr., 24.11.

(english below)

Diesmal wird es kein Programm, dafür umso mehr Raum und Zeit fürs Plaudern, Austauschen, Tee- oder Kaffeetrinken geben.

Wir freuen uns über euer Kommen!

Offen ab 18:30-22:30

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This time there will be no event, but hence more time and space for chatting, exchange and drinking tea or coffee.

We are looking forward to seeing you!

Open from 18:30-22:30

So, 19.11.: Wie gehen wir miteinander um und was hat das mit Kommunikation zu tun?

Anarchistisches Café am So, 19.11.:

In unseren letzten Diskussionen haben wir uns damit beschäftigt wie wir unsere Botschaften an Andere, Nicht-Anarchistinnen richten können. Dieses Mal wollen wir die Frage stellen:

Wie gehen wir miteinander um und was hat das mit Kommunikation zu tun?

Wir wollen damit eine Auseinandersetzung dazu anstoßen wie sich Verhaltensvorstellungen und gesellschaftliche Prägungen auf unsere Zusammenhänge auswirken. Dabei wollen wir den Raum für folgende Fragen öffnen:

  • Wieso ist die Auseinandersetzung mit Verhalten und Kommunikation für uns relevant?
  • Welche Verhaltens- und Kommunikationsmuster erkennen wir in unseren Bezügen und werden diese unseren herrschaftskritischen Ansprüchen gerecht?
  • Worüber wird gesprochen und worüber nicht?
  • Welcher Umgang kann den Zusammenhalt und das Vertrauen ineinander stärken, v.a wenn es darum geht auf lange Sicht gemeinsam Projekte zu entwickeln und Unterstützung zu finden wenn wir alleine nicht mehr weiter kommen?

Das kann beispielsweise bedeuten über Gefühle der Desillusionierung oder des Nicht-mehr-Weiter Könnens – die uns in unserer Praxis oft begegnen – zu sprechen. Viele die darunter leiden, ziehen sich oftmals in der Annahme „unbrauchbar“ oder „unfähig“ zu sein aus ihren Bezügen zurück, kommen teilweise nicht mehr wieder. Dies hinterlässt nicht nur klaffende Wunden im Zusammenhalt, es erschwert auch eine konstruktive Auseinandersetzung mit ihren Ursachen (z.b Leistungsdruck, hohe Ansprüche) und einen Lernprozess der dabei helfen kann geeignete Mechanismen für kollektive Unterstützung zu finden.

Daran anschließend möchten wir den Abend dazu nutzen über den Text „An Alle „Wütenden““ zu sprechen. Den Text findet auf einem weiteren Beitrag am Blog

Wir freuen uns auf euer Kommen!

externer Diskussionsbeitrag: An alle „Wütenden“

Vorbemerkung: Dieser Text stammt nicht von „uns“, wir finden aber, dass er wichtige Punkte aufgreift. Daher wollen wir ihn weiter verbreiten; außerdem wird er einen Diskussionsinput für unsere nächste Diskussion am So, 19.11. (Einladung folgt) darstellen.

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Wut, Hass und vielleicht Freude sind oft die einzigen Emotionen, die
wir anderen zeigen. Alles andere wäre ja schwach und rebellische
Menschen müssen ja angeblich stark und „hoart“ sein. Doch Gefühle sind
nicht schwach! (Wenn eins das so sieht, wäre es vielleicht angebracht, unter
anderem
nochmal zum Thema Feminismus zu reflektieren.)
Trauer, Angst, „schlecht drauf sein“,… , gehören gleichermaßen zum
(widerständischen) Leben dazu, wie eben Wut oder schöne Gefühle! Auch
darüber sollte geredet werden. Aber viel zu oft saß ich auf Treffen, wo
ich bei der Hälfte der Menschen gemerkt habe, dass es ihnen psychisch nicht
gut geht, sie depressiv, überarbeitet oder sonst wie zerstört wirkten.
Dies wurde aber meist von keiner*m der Anwesenden angesprochen. Wenn
doch, dann kam sehr schnell eine Reaktion a la: „Ach lass uns doch
nicht über so ’nen Hippie-Scheiß reden, besprech‘ ma doch wichtige(re) Dinge!“
Eins muss ja nicht gleich den Gefühlszustand tanzend ausdrücken. Es
zu thematisieren finde ich jedoch unerlässlich, insbesondere, wenn eins
vor hat, langfristig widerständig zu wirken.
Reden wir nicht immer davon, wie wichtig solidarisches Verhalten und
aufeinander aufpassen ist? Sollten wir dann nicht bei den Menschen, mit
denen wir gemeinsam Sachen machen damit anfangen? Ganz ehrlich, ist es
nicht wichtig den psychischen Zustand mit rein zu nehmen? Könnte das nicht
Vertrauen, Zusammenhalt und Motivation fördern? Und sind das nicht
wichtige Elemente beim gemeinsamen Planen und Handeln?
Ein wirklich ernst gemeintes „Wie geht es dir?“ kann dafür ein guter
Anfang sein, doch einer ehrliche Antwort stehen oft einige Hindernisse im
Weg.
Einige sind es vielleicht nicht gewohnt, darüber offen zu sprechen, dann
kann dies schwer fallen. Eins kann ja mit kleinen Schritten anfangen.
Wie wäre es dabei anstatt „ja, passt eh.“ zu sagen, vielleicht mit „mir
geht es gerade nicht so gut.“ zu antworten.
Andere finden es vielleicht unangenehm, dass sich jemensch um sie sorgt und
Energie für ihr Wohlbefinden aufwendet. Wenn unser Ziel jedoch eine
Gesellschaft ist, in der es allen möglichst gut geht, sollten wir dann
nicht auch darauf schauen, dass es bei uns selber auch so ist und
Unterstützung annehmen, wenn es uns schwer fällt alleine dahin zu kommen?
Sicher gibt es noch viele weitere Gründe warum oft nicht darüber
geredet wird, wie es uns geht. Ich will jetzt gar nicht auf alles
eingehen. Sondern probieren zu ermutigen, dies vielleicht beim nächsten
Treffen anzusprechen. Egal ob es dir gerade nicht so gut geht und du es von
deiner Seite aus thematisierst oder du merkst, dass es bei wem anderen
der Fall ist und du anbietest zuzuhören. Eine andere Möglichkeit kann es
auch sein, dies erst mal auf einer Metaebene in die Gruppe einzubringen.
Ich würde es auf jeden fall cool finden, wenn in möglichst vielen Gruppen
versucht wird eine Atmosphäre zu schaffen, in welcher eins sich sicher fühlt
sich ein weinig mehr zu öffnen, sich trauen kann Gefühle anzusprechen und
endlich diese pseudo-harte Attidtüde abgelegt wird.
Denn wie gesagt, Emotionen sind nicht schwach, sondern gehören einfach zum
Leben dazu!